Was ist HPV (Humanes Papillomavirus)?

Das humane Papillomavirus, abgekürzt HPV, ist ein Virus, das Gebärmutterhalskrebs verursachen kann.
 

Wie infiziert man sich mit HPV?

HPV wird oft durch sexuellen Kontakt übertragen. Das Virus sitzt aber nicht nur auf dem Penis, in der Scheide oder im Anus, sondern auch auf der Haut von Unterbauch, Po, Fingern oder Mund.

Kondome vermindern das Ansteckungsrisiko, aber selbst wenn Du mit Kondom Geschlechtsverkehr hast, kannst Du Dich mit HPV anstecken. Sowohl Männer als auch Frauen können das Virus in sich tragen und übertragen.
 

Symptome von HPV

Oft merkst Du nicht von der Ansteckung mit HPV. Mögliche Bewschwerden können Blutungen während oder nach dem Sexualkontakt sein und Schmerzen und / oder ein brennendes Gefühl in der Scheide. Darüberhinaus kan HPV Genitalwarzen und Krebs verursachen.
 

Geringes Risiko und hohes Risiko

Vom humanen Pappillomavirus sind mehr als 100 verschiedene Sorten bekannt. Die meisten davon sind nicht gefährlich und sind sogenannte Niedrig-Risiko-HPV-Typen (nrHPV). Diese können Genitalwarzen verursachen.

Etwa 15 Sorten sind sehr wohl gefährlich. Diese 15 HPV-Sorten gehören zu der Gruppe der Hoch-Risiko-HPV-Typen (hrHPV), wovon Type 16 und Type 18 die gefährlichsten sind. Sie sind verantwortlich für 75% aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs.
 

Hoch-Risiko-HPV und Gebärmutterhalskrebs

Sind Frauen über einen längeren Zeitraum mit HPV infiziert, kann das schlussendlich (über Vorstadien) zu Gebärmutterhalskrebs führen. Die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs dauert etwa 10 bis 15 Jahre.

Die Früherkennung von Veränderungen am Gebärmutterhals mittels eines Abstrichs oder HPV-Tests macht die Behandlung möglich und sorgt dafür, dass die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verhindert werden kann. Dieser Test ist allein für Frauen bestimmt.
 

Wie oft kommt HPV vor?

Von je 100 Frauen in den Niederlanden stecken sich 80 einmal in ihrem Leben mit HPV an. Nach einer Infektion des Gebärmutterhalses mit hrHPV, dauert es bei den meisten Frauen ca. 1,5 – 2 Jahre, bis das Immunsystem das Virus komplett bekämpft hat, und zwar ohne, dass die Frauen überhaupt wussten, dass sie sich angesteckt hatten. Das kommt, weil die Infektion wenig bis überhaupt keine Beschwerden auslöst.

Angesichts dessen, dass das Virus so oft vorkommt, ist es wahrscheinlich, dass nahezu alle sexuell aktiven Frauen einmal im Leben eine HPV-Infektion bekommen. Da jüngere Männer und Frauen sexuell am aktivsten sind, kommt bei ihnen das Virus auch am häufigsten vor (an mehreren Stellen im Genitalbereich).

Untersuchungen belegen, dass der Gebrauch von Kondomen das Risiko einer Übertragung einer HPV-Infektion verringert, aber nicht vollends ausschließen kann.
 

Behandlung

Es gibt keine Medikamente gegen HPV. Wohl aber ist die Behandlung von Vorstadien von Gebärmutterhalskrebs durchaus möglich.
Vorstadien können behandelt werden, indem das veränderte Zellgewebe entfernt wird. Dies kann chirurgisch mit einem Laser passieren oder durch Vereisung. In den meisten Fällen ist dies ein ambulanter Eingriff ohne Klinikaufenthalt.

Nach der Behandlung des veränderten Gewebes am Gebärmutterhals verschwindet die HPV Infektion beinah immer. In 7 – 12 % der Behandlungen bleibt die Rede von einer fortdauernden HPV Infektion (HPV Persistenz) oder einer neuen Infektion. Das ist auch der Grund, warum jemand nach der Behandlung noch einige Mal kontrolliert wird.
 

Kontorlliere Dich sich selbst auf HPV mit dem HPV-Heimtest

Wenn Du Dich selbst auf eine HPV-Infektion testen lassen willst, dann kannst Du online einen HPV-Test bestellen (der ist allein für Frauen verfügbar). Du sendest das von Dir selbst abgenommene Körpermaterial anonym an ein zertifiziertes Labor und erhältst innerhalb von 7 Werktagen das Testergebnis über diese Webseite.